Tests über Tests
Aufregende Wochen für Nele: das sogenannte LEAP-Testing stand an. An insgesamt 5 Terminen werden die Kinder mit Hilfe eines standardisierten Tests in den Fächern Mathe, Englisch, Naturwissenschaft und Geschichte/Sozialkunde getestet. Und das in einem enormen Umfang: an 3 Terminen stand erst Englisch (80 min), dann Mathe (80 min) an. Die anderen beiden Fächer wurden über 160 min pro Termin geschrieben. WAHNSINN! Klar, auch in Klasse 3 in Deutschland hätte ein standardisierter Test angestanden, aber der Umfang hier war schon etwas höher. Vorteil in den USA: es werden wirklich nur die Themen abgefragt, die auch im 3. Schuljahr behandelt wurden. Das Testformat ist auch überwiegend Textverständnis und Multiple-Choice, was ein Vor- oder Nachteil sein kann. Zum Glück kann Nele sehr gut lesen, was die Angelegenheit für sie echt einfacher macht. Man kann bei Multiple-Choice ja auch immer etwas Glück haben, wenn man rät. Die Ergebnisse kommen im Juli. Wir sind schon sehr gespannt.
Nebenbei wird dann auch noch die Lesekompetenz (ähnlich wie der ELFE-Test) und mathematisches Grundverständnis getestet. Ach ja, dann natürlich auch noch die normalen Tests passend zum Unterrichtsinhalt, was ca. 1 Test pro Schulfach pro Woche bedeutet (ja, ab und zu auch in Musik!). Lässt sich also sagen, dass in den USA deutlich mehr getestet wird. Ich vermute, dass das auch mit dem relativ frontalen Unterricht zusammenhängt. Irgendwie muss man die Schüler ja einschätzen können. Und da hier Loben und Anerkennung gaaaaanz groß geschrieben werden, gibt es nicht nur Belohungen für gutes Verhalten, sondern auch für gute Tests. Süßigkeiten für alle! :D Manchmal ist auch ein Bleistift drin.
Übungstest vom letzten Schuljahr